Das reine Beobachten: Achtsamkeit

Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.
Thich Nhat Hanh

Fällt es Ihnen schwer, im Alltag präsent zu sein? Die Dinge klar zu sehen und gelassen zu sein? Haben Sie Probleme, abzuschalten, loszulassen, sich zu entspannen? Achtsamkeit wird heutzutage immer wichtiger – auch als Mittel zur Stressbewältigung. Häufig richten wir unseren Blick auf die Vergangenheit, können schlecht loslassen oder sorgen uns um die Zukunft, statt achtsam im Hier und Jetzt zu sein. Unser Alltag ist oft hektisch und schnelllebig, Druck und Stress nehmen zu. Umso wichtiger ist es, mit gezielten Übungen die Achtsamkeit bewusst zu lenken, Ruhe zu finden und Stress zu bewältigen.

In meiner Praxis für Psychotherapie in Münster biete ich verschiedene Kurse und Thementage an. Hier können Sie Ihre Achtsamkeit erhöhen und einzeln oder in einer Gruppe unter meiner Anleitung üben. In meinen Achtsamkeitskursen werden Sie Schritt für Schritt lernen, achtsamer durch Ihr Leben zu gehen und Gelassenheit zu finden.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit erfährt jeder anders. Es gibt nicht die eine, allgemeingültige Definition von Achtsamkeit. Das liegt unter anderem daran, dass wir Achtsamkeit von innen heraus erleben, aus der eigenen Erfahrung. Worte reichen häufig nicht aus, um dieser Erfahrung gerecht zu werden.

Meine Definition von Achtsamkeit

Ich nähere mich mit meiner Definition von Achtsamkeit dem buddhistischen Mönch Nyanaponika an, aus seinem Standardwerk “Geistestraining durch Achtsamkeit”. Nyanaponika stammt aus der Nähe von Frankfurt und ist nach Sri Lanka ausgewandert, um buddhistischer Mönch zu werden. Er beschreibt Achtsamkeit in der Funktion des reinen Beobachtens. 

Sie beobachten klar und aufmerksam, was im Augenblick der gegenwärtigen Erfahrung vor sich geht, ohne zu bewerten oder zu handeln. Auch die Gewohnheit, auf diese Erfahrungen sofort zu reagieren oder sie zu beurteilen, versuchen wir aufmerksam wahrzunehmen. Indem wir diese Automatismen erkennen, können wir uns bewusst für oder gegen sie entscheiden: Möchte ich gerade wirklich verärgert reagieren oder ungeduldig sein, wie ich es automatisch tue? Durch regelmäßiges Üben dieser Achtsamkeit entsteht eine neue Haltung, die Ihnen innere Freiheit bringt.

Merkmale von Achtsamkeit

Achtsamkeit besteht aus vier wesentlichen Merkmalen, die sich überlappen, verstärken und teilweise gegenseitig bedingen. Alle vier Merkmale werden wir gemeinsam üben, damit Sie Ihren Alltag gelassener und bewusster erleben können.

  • Fokussierung: Sie lenken Ihre Aufmerksamkeit bewusst.
  • Gegenwärtigkeit: Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, sind ganz im Hier und Jetzt.
  • Akzeptanz: Sie erlernen, Ihr Erleben weder zu beurteilen, zu kritisieren noch zu verändern.
  • Disidentifikation: Sie pflegen einen inneren, neutralen Beobachter. So schaffen Sie durch teilnehmendes Beobachten Abstand zum Geschehen. Das ist eine Möglichkeit, aus Identifikationen herauszutreten. 

Was bewirkt das Praktizieren von Achtsamkeit?

Die Praxis der Achtsamkeit ist für viele Klienten eine große Unterstützung im Alltag und ein Weg zu mehr Lebensfreude und -qualität. Durch regelmäßiges Üben kann Achtsamkeit Ihr Leben positiv verändern und Sie erfahren viele Vorteile:

  • Einsicht und Klarblick
  • Verfeinerte Selbstwahrnehmung
  • Erhöhte Toleranz gegenüber ablehnenden Erfahrungen und Gefühlen
  • Ruhe, innerer Frieden, Gleichmut
  • Handlungs- und Wahlfreiheit
  • Entwicklung von (Selbst-)Mitgefühl und Mitfreude
  • Mehr Lebensfreude und Lebensqualität
  • Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen
  • Verbesserung der Selbstregulation
  • Erhöhte Präsenz

Übung als Weg zur Achtsamkeit

Damit die Praxis der Achtsamkeit Früchte trägt, ist es unerlässlich, dass Sie regelmäßig üben. Es ist wie mit regelmäßigem Kraft- und Ausdauertraining: Ein Muskel braucht nicht nur Wachstumsanreize durch Krafttraining, sondern auch viele Wiederholungen über einen längeren Zeitraum hinweg. 

Das gilt auch für die Nervenverbindungen in Ihrem Gehirn. Damit sich die Zellen neu “verdrahten” können, stabil und gestärkt bleiben, müssen sie benutzt werden, sonst verliert sich diese Verbindung wieder.

Achtsamkeit ist eine Entscheidung

 Neben der Regelmäßigkeit ist es wichtig, dass Sie den klaren und bewussten Entschluss fassen, sich für die Achtsamkeitsübungen Zeit zu nehmen. Das betrifft drei Arten von Übungen.

1. Formelles Üben der Achtsamkeit

Beim formellen Üben wählen Sie zu einer ausgesuchten Zeit, an einem bestimmten Ort ganz gezielt Übungen aus, zum Beispiel sechsmal in der Woche eine halbe Stunde zu sitzen und Ihren Atem zu beobachten.

2. Informelles Üben der Achtsamkeit

Beim informellen Trainieren werden die Tätigkeiten des Alltags bewusst achtsam ausgeführt. Das kann zum Beispiel eine Woche lang achtsames Zähneputzen oder Duschen sein.

3. Achtsamkeitsübungen in einer Gruppe unter Anleitung

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich ergänzen und einander befruchten. Sie können sich zum Beispiel für eine bestimmte Zeit zu einem Retreat zurückziehen oder Kurse besuchen, in denen Sie unter Anleitung und in einer Gruppe Achtsamkeit formell üben. Das kann ein MBSR-Kurs sein, ein wöchentliches Treffen in einer festen Übungsgruppe, ein Achtsamkeitstag, Achtsamkeit in der Natur oder ein anderes Angebot. Besonders am Anfang fällt es vielen leichter, in einer Gruppe zu üben. 

Schauen Sie in die Übersicht der aktuellen Angebote und Termine meiner Praxis für Psychotherapie in Münster, um das passende Achtsamkeitstraining für Sie zu entdecken. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, damit wir gemeinsam ein Angebot für Sie finden, mit dem Sie sich wohl fühlen.

Ilka Marianne Hempel
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