Körperorientierte Traumatherapie

Die stille Sprache des Körpers

Bei dem Thema Trauma denken viele Menschen an Verbrechen und Katastrophen, über die in den Medien berichtet wird. In der Realität allerdings gehören Traumatisierungen zum Alltag vieler Menschen. Statistisch erlebt mindestens jeder zweite Mensch in seinem Leben ein traumatisches Erlebnis*.

 

In meiner Praxis für Psychotherapie in Münster arbeite ich nach dem bewährten Prinzip und dem multimodalen Ansatz der körperorientierten Traumatherapie nach Manuela Mischke-Reeds.

 

Inhaltsverzeichnis

Wie entsteht ein Trauma?

Unser altes Stammhirn reagiert auf ein subjektiv empfundene stark belastende Situation mit alten Überlebensmodus: Kampf, Flucht oder dem Totstellreflex. 

 

Bei einem Trauma baut das vegetative Nervensystem nach einer überstandenen Belastungssituation die bereitgestellte hohe Überlebensenergie nur unvollständig wieder ab. Es kann die erlebten traumatischen Ereignisse nicht angemessen verarbeiten.

Für traumatisierte Patient:innen besonders belastend ist, dass ungefährliche Erlebnisse der Gegenwart mit den traumatisierenden Ereignissen der Vergangenheit gekoppelt werden. Die Bewertung des aktuellen nicht gefährlichen Erlebnisses als „ungefährlich“ ist für Trauma-Betroffene oft nicht mehr möglich. 

 

Eine Traumatisierung beschwert den Lebensalltag der Betroffenen stark. Symptome von Unruhe oder einer ständigen Empfindung von diffuser Angst führen zu einer dauerhaften Alarmbereitschaft und einer großen Anspannung.

Was ist die körperorientierte Traumatherapie nach Manuela Mischke-Reeds?

Die körperorientierte Traumatherapie nach Manuela Mischke-Reeds konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Körper und Geist, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. 

 

Manuela Mischke-Reeds ist eine renommierte amerikanische Therapeutin für Somatische Psychotherapie (Soma: der Körper). Ihr somatisch orientierter Ansatz für die Traumatherapie ist die ganzheitliche Wahrnehmung der Körper-Geist-Einheit. Im Gegensatz zur traditionellen Traumatherapie, die Problemen eher kognitiv mit dem Geist, begegnet, vertraut ist die Somatische Psychotherapie der Intelligenz des Körpers.

Somatische Psychotherapie

Manuela Mischke-Reeds entdeckte die Somatische Psychotherapie nach vielen Erfahrungen im Bereich der Körperarbeit und Traumatherapie. Sie entwickelte ihre eigene Methode, indem Sie die für sie am besten funktionierenden Ansätze in der Traumatherapie wählte und eine Essenz daraus bildete.

 

In der Somatische Psychotherapie finden sich u. a. die folgenden renommierten Traumatherapie-Verfahren wieder: 

 

 

 

Der Köper ist deine nächste Umgebung

JEAN KLEIN

Welche Arten von Trauma gibt es?

Beim Trauma unterscheidet man zwischen Schocktrauma und das Entwicklungstrauma. Für die Auswahl der passenden Traumatherapie ist es von großer Bedeutung, zu bestimmen, um welche Art von Trauma es sich handelt.

Schocktrauma

Das Schocktrauma wird durch ein überwältigendes Ereignis verursacht. Das Schocktrauma wird definiert als ein in sich abgeschlossenes Ereignis. 

 

Ursachen für eine Schocktrauma können sein:

  • Unfall
  • Zugunglück
  • Naturkatastrophe
  • zugefügte Gewalt
  • Operation
  • Todesfall
  • und andere Ereignisse, die das Gefühl von Überwältigung auslöst.

Kennzeichen eines Schocktrauma ist, dass die natürlichen Bewältigungsmechanismen in Gefahrensituation nicht mehr umgesetzt werden konnten. Das Ereignis wird als zu viel – zu schnell – zu plötzlich erlebt und überfordert das Bewältigungssystem vollkommen. Die Reaktion ist das Erleben von Hilflosigkeit und Überwältigung.

 

Ein plötzlich verursachte traumatisches Schocktrauma wird meist unveränderlich im Gedächtnis gespeichert und verändert sich auch über die Jahre nicht.

 

Das Ziel der Traumatherapie bei einem Schocktrauma ist es, das Trauma zu verarbeiten und das Nervensystem wieder zurückzubringen auf das ursprüngliche Erregungs- und Sinneswahrnehmungsniveau.

Entwicklungstrauma

Entwicklungstraumata entstehen über einen längeren Zeitraum in der Kindheit. Liegt ein Entwicklungstrauma vor, haben wir als Kind nicht das bekommen, was wir für eine gesunde Entwicklung gebraucht hätten, z.B. Sicherheit und eine dauerhafte emotionale Verbundenheit. 

 

Mögliche Ursachen für ein Entwicklungstrauma

  • Entwertung und Herabsetzung, besonders vor anderen Menschen
  • Verwahrlosung
  • ständige Grenzüberschreitung
  • Gewalterfahrungen
  • Vernachlässigung durch Erziehungspersonen
  • sehr strenge Erziehung
  • von den Eltern zu wenig gesehen 
  • Bindungsunterbrechungen, wie Krankenhausaufenthalte.
  • und andere Ursachen 

Diese eher im feineren zwischenmenschlichen Bereich liegenden Erfahrungen können eine bedeutende Wirkung auf unser Leben haben und auch zur Entstehung von Entwicklungstrauma beitragen.

 

Folgen eines Entwicklungstraumas

  • sich nirgendwo sicher zu fühlen.
  • Schwierigkeiten sich zu entspannen,
  • sich schlecht abgrenzen können
  • zu stark anzupassen
  • Perfektionismus
  • nicht Nein sagen können
  • Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse zu fühlen
  • Angst vor Nähe
  • Ambivalenz in Beziehungen
  • Vermeidungsverhalten 

Was ist die zentrale Botschaft in der Traumtherapie?

Die Weisheit des Körpers ist angeboren und für eine Heilung die wichtigste Ressource, die es in der Traumatherapie zurückzugewinnen gilt.

 

Die Besonderheit in der Traumatherapie nach Manuela Mischke-Reeds im Gegensatz zur traditionellen Traumatherapie ist es, den Körper genau zu beobachten und seine stille Sprache zu verstehen.

  • Wie ist das Atemmuster?
  • Wie ist die Körperhaltung?
  • Welche kleinen Gesten oder Bewegungen sind sichtbar?
  • Verändert sich die Haut? 

 

 

 

 

Der Körper ist ein Quell der Wahrheit.

- ALBERT PESSO

Das Ziel der Beobachtungen: Die körperliche Wahrnehmung der traumatisierten Person mit dem Bewusstsein zusammen zu bringen. Um so ein Wohlbefinden des Körpers wiederherzustellen.

 

Die im Körper gespeicherten belastenden Erinnerungen sollen durch körperliche Arbeit, Atemtechniken und Übungen in Achtsamkeit aufgedeckt werden und sich neu im Körper der Patient:innen regulieren - für ein neues gestärktes Verständnis des eigenen Selbst.

Was ist somatische Intelligenz?

Neben der emotionalen Intelligenz gibt es die somatische Intelligenz. Die somatische Intelligenz gibt uns als stille Sprache des Körpers wichtige Informationen, wie unser Körper seine angeborene Fähigkeit zur Selbstheilung entfalten kann. 

Was sind die Vorteile der somatischen Intelligenz?

  • Selbstheilung mit der Sprache des Körpers


  • Verwandlung von Traumatisierungserfahrungen
  • Erholung von Trauma-Symptomen
  • Wahrnehmung einer Mentalität des Wachstums
  • Mitfühlendere und effektivere Beziehungen im Berufsleben

  • Zuwachs von Achtsamkeit

  • Bessere und bewusstere Beziehungen


  • Stärkung von gemeinschaftlichen Beziehungen durch mehr Verständnis
  • Nutzung der angeborenen Weisheit unseres Körpers

Was passiert in meiner Traumatherapie?

In meiner Traumatherapie beobachte ich den körperlichen-emotionalen Ausdruck der traumatisierten Patient*in, die vor mir sitzt. Ich betrachte den Körper als Quelle, inwieweit die gegenwärtige Gesprächssituation sich auf die körperlichen Gefühle auswirkt. Über diesen Weg suche ich nach den Wurzeln früherer traumatischer Erfahrungen.

 

Durch die Hinzunahme des Körpers als Informationsquelle ergibt sich eine reichhaltige Quelle für alte überholte Anschauungen und Muster. Schritt für Schritt gilt es dann in der Traumatherapie die Ergebnisse umzuwandeln in eine neue gute Sicht auf das gegenwärtige Leben.

Was sind die Ziele meiner Traumatherapie?

  • Verarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrungen
  • Aufbau einer neuartigen Beziehung zum erlebten Trauma
  • Selbstregulation des Körpers
  • Linderung Umgang und Neubewertung mit »Trauma-Symptome« 
  • Verbessertes Wohlbefinden

Ich biete in meiner körperorientierten Traumatherapie einen Raum für Resonanz. Durch den intensiven Kontakt mit tieferen Ebenen findet sich ein natürliches Verständnis für sich selbst.

 

Achtsamkeit und die Erfahrung, dass unser Körper mehr ist als unser Verstand, führen zu einer neuen Sicht auf das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit. Diese neue Erfahrung stärkt bei meinen Patient:innen häufig den Fluss der Veränderungsbereitschaft.

Weitere Fragen zur Traumatherapie?

Haben Sie noch Fragen zur körperorientierten Traumatherapie? Fehlt Ihnen vielleicht an dieser Stelle eine Ergänzung zur Traumatherapie?

 

Oder möchten Sie ganz einfach ein erstes Kennenlernen zum Thema Traumatherapie in meiner Praxis vereinbaren?

 

Ich freue mich über Ihren Telefonanruf unter 0251 526930 oder über Ihre Mail.

„Wir alle können uns wieder mit unserer angeborenen Fähigkeit zur Selbstheilung verbinden.“

Manuela Mischke-Reeds.